Die Jusos Regensburg besuchten im Rahmen ihrer diesjährigen Weihnachtsaktion am Montag, den 6.12.2010 die Unterkünfte der Asylbewerberinnen und Asylbewerber in Regensburg, um dort Geschenke an die dort lebenden Kinder zu verteilen.
Die Geschenke, vor allem Bücher, Schreibmaterialien und Süßigkeiten wurden von Regensburger Unternehmen gespendet. „Die Bereitschaft vieler Unternehmen, eine kleine Sachspende für die Schwächsten unserer Gesellschaft zu geben, hat uns sehr gefreut“, erklärt Tobias Afsali, Vorsitzender der Jusos Regensburg.
„Die große Dankbarkeit der Familien und vor allem der Kinder zeigt, wie bedürftig Asylbewerber in Deutschland sind“, ergänzt Carolin Salvamoser, Vorstandsmitglied der Jusos.
„Besonders hat uns berührt, dass uns mehrere Familien trotz ihrer offensichtlich geringen finanziellen Mittel zum Tee eingeladen haben. Diese ehrliche Gastfreundschaft war atemberaubend“, fügt Afsali hinzu.
Scharfe Kritik üben die Jusos an der bayerischen Sozialministerin Christine Haderthauer von der CSU, welche am Wochenende gegenüber der SZ geäußert hatte, dass „die überwiegende Mehrzahl der Asylbewerber unser Gastrecht missbraucht.“
„Die Ministerin hat zugegeben, noch keine der Unterkünfte jemals besucht zu haben, somit weiß sie ganz offensichtlich nicht wovon sie hier spricht. Derartige Äußerungen gehören zwar in der CSU zwar zum Tagesgeschäft, jedoch ist dies im Fall der Asylbewerber, die sich gegen die zum Teil menschenunwürdige Unterbringung und Verpflegung wehren, besonders verwerflich“, empört sich Afsali.
„Einerseits wird zum Teil gut ausgebildeten Flüchtlinge die Arbeitserlaubnis verweigert, andererseits eine Belastung unserer Sozialsysteme konstruiert. Das ist Populismus“, meint auch Markus Zaglmann, stellvertretender Vorsitzender der Jusos Regensburg.
Hier geht’s zum Positionspapier der Jusos Regensburg zur Asylpolitik
Die Jusos Regensburg setzen sich für eine Abschaffung der Residenzpflicht, ein Angebot von Deutschkursen und für die Erteilung einer Arbeitserlaubnis für Asylbewerber ein.
„Eine Gesellschaft muss sich daran messen lassen, wie sie mit ihren schwächsten Mitgliedern umgeht”, erklärt Afsali abschließend. Im Fall der Asylbewerber bestehe deutlicher Handlungsbedarf. Die Jusos Regensburg haben eine Analyse der Situation sowie konkrete Verbesserungsvorschläge in einem Positionspapier zusammengefasst.